19.03.1878
Der Gründer der ANKER-Fischkonservenfabrik, Fritz Steffen, setzt die Worte „Gott mit uns“ in seinem ersten Geschäftsbuch aller hoffnungsvollen Arbeit voran.
Zunächst wird eine Fisch – Räucherei errichtet. Die hergestellten frischen Bücklinge werden vorerst in Lübeck und nach Mecklenburg verkauft.
1894
Der Betrieb wird zum ersten Mal erweitert. Eine Braterei sowie ein Marinierbetrieb werden neu erbaut und der Firma angegliedert. Hergestellt werden bereits damals Bismarckheringe, Rollmöpse, Kronsardinen und vor allem Bratheringe.
Zusätzlich handelt man in den Monaten September und Oktober mit frischen Preiselbeeren aus Finnland und bereitet sie auch durch Sieden zu.
1910
Der Gründer verstirbt. Seine Söhne Johann und Fritz führen den Betrieb weiter und können diesen wiederum vergrößern. Die Herstellung von „Hering in Gelee“ wird aufgenommen. Schlesien, Ostpreußen, Sachsen, Thüringen, und Mitteldeutschland sowie Oberfranken werden als neue Absatzgebiete hinzugewonnen.
1928
ANKER begeht das 50 jähriges Jubiläum. Die Mitarbeiterzahl beträgt 150 Personen.
1934
Nach dem Tod des Mitinhabers Fritz Steffen führt Johann Steffen den Betrieb alleine weiter.
1938
Der Betrieb wird zur Herstellung von Vollkonserven erweitert.
1939
Nach Kriegsbeginn wird die Produktion reglementiert. Ein Großteil ist für die Wehrmacht bestimmt und besteht aus Vollkonserven. Die unternehmerische Initiative wird hierdurch deutlich beschränkt.
1946
Johann Steffen nimmt seine Söhne Fritz und Karl als Mitinhaber auf, nachdem diese bereits 15 Jahre als Angestellte tätig waren. Auch nach Beendigung des Krieges bleiben die Zuteilung der Rohware sowie die Vorgaben in Bezug auf das Produktionsprogramm bestehen. Auch die Entscheidung, an wen die produzierte Ware zu verteilen ist, erfolgt von behördlicher Seite.
Nach Aufhebung der Zwangsbewirtschaftung durch den Staat steht fast die gesamte Fischindustrie in Lübeck – Schlutup vor einem großen Problem, da die meisten Firmen mit den verlorenen Ostgebieten auch einen Großteil ihres Absatzgebietes eingebüßt haben. Für Anker macht dieser Verlust 85 % des Umsatzes aus. In den verbliebenen Gebieten Westdeutschlands entsteht ein mörderischer Verdrängungswettbewerb. Viele Betriebe geben auf. Auch ANKER schliesst für ein Jahr die Pforten. Während dieser Zeit versterben der Mitinhaber Fritz Steffen und der Seniorchef Johann Steffen. 1952
Karl Steffen und Martin Kunz, der seit 1926 als Vertreter für ANKER erfolgreich in Sachsen tätig war und nach seiner Kriegsgefangenschaft aus politischen Gründen nicht in seine Heimat zurückkehrte, fassen den Entschluss, die Produktion unter der Firma Anker Fischkonservenfabrik Steffen & Co. wieder aufzunehmen.
1953
Martin Kunz wird gleichberechtigter Teilhaber. Durch sein Engagement gelingt es, neue Kunden für die Marke ANKER zu gewinnen. Es geht langsam, aber stetig bergauf.
1965
Die Herstellung von Dauerkonserven in Sauce und in Öl wird eingestellt, da durch Massenfertigung der Preiskampf immer größer wird. Anker spezialisiert sich noch mehr auf Großverpackungen und verfeinert ständig Aufgüsse und Zubereitungen.
In den Jahren von 1965 bis 1980 müssen auch viele Betriebe in Hamburg, Kiel, Cuxhaven und Bremerhaven aufgeben. Durch ständige Verschlechterung der Qualität aufgrund des enormen Kostendrucks verlieren die Hersteller Marktanteile. In die entstehenden Lücken kann Anker mit hervorragender und über das ganze Jahr gleich bleibender Qualität eindringen und damit Umsatz und Vertrauen gewinnen.
Fritz Steffen Mitinhaber
1969
Fritz Steffen (Sohn des 1951 verstorbenen Fritz Steffen) tritt aus der vierten Generation als gleichberechtigter Teilhaber in die Firma ein. Seit 1957 war er bereits als Angestellter tätig und für die Produktion und Produktentwicklung (Qualität) verantwortlich.
Von 1959 bis 1969 arbeitet Gerda Steffen (Ehefrau von Fritz Steffen) aktiv im Betrieb.
Die bereits Mitte der 60iger Jahre einsetzende Personalknappheit sowie der bestehende Kostendruck gebieten, den Betrieb ständig zu rationalisieren und durch Einsatz moderner Maschinen die Fertigungskosten zu senken.
Dennoch werden die qualitätsrelevanten Arbeitsgänge bewusst in Handarbeit belassen, da durch Maschineneinsatz kein gleichwertiges Ergebnis erzielt werden kann. Dieser Grundphilosophie ist ANKER bis heute treu geblieben.
1978
ANKER kann das 100 jährige Jubiläum feiern. Karl Steffen und Martin Kunz scheiden aus. Fritz Steffen führt die Firma als Alleininhaber weiter.
1993
Claudia Steffen und Michael Steffen, die Kinder von Fritz Steffen, treten als Angestellte in der fünften Generation in die Firma ein.
1997
Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit bezieht ANKER das neue Produktionsgebäude in Dassow, Mecklenburg – Vorpommern, das den neuesten EU – Richtlinien Genüge trägt. Es entsteht eine GmbH mit Fritz Steffen, Michael Steffen und Claudia Steffen als Gesellschafter.
2003
ANKER wird 125!
ANKER versucht immer, Tradition mit der Modernität der jeweiligen Zeit zu verbinden. So ist ANKER heute auf der einen Seite ein Unternehmen, das mit modernster Automatisierungstechnik und einem integrierten Warenwirtschaftssystem sowie zeitgemäßen Logistikkomponenten wie Internet – Sendungsverfolgung arbeitet. Auf der anderen Seite ist Anker die Manufactur, die der Individualität des Fisches jeden möglichen Tribut zollt, um das optimale Produkt zum Nutzen der Kunden herzustellen. Dabei werden Herstellungsverfahren angewendet, die schon zu Gründungszeiten Gültigkeit hatten und auf Handarbeit beruhen. Der Ersatz durch Technik würde hier zu Qualitäts-verlusten führen. Sorgfalt und Handarbeit da, wo es nötig ist – Effizienz da, wo es möglich ist.
EU-zugelassen IFS-zertifiziert mehrfach prämiert
MSC-zertifiziert
AP-C-0054
Ein Teil unseres Sortiments ist MSC zertifiziert. Bitte achten Sie auf das blaue MSC Siegel auf unseren Verpackungen.